Aufhausen: Kirche, alter Bahnhof, Bockerlbahnradweg. Rengersdorf mit alten Fresken. Reichersdorf mit St. Martin auf der gegenüberliegenden Vilsseite

Alte Bilder und Dokumente Aufhausens und Reichersdorfs
Links zu Bildern der ehemaligen Bahnlinie Landau - Aufhausen - Arnstorf
und der Nebenbahn Aufhausen - Kröhstorf

Aufhausen gilt als eine der ältesten Pfarreien des Vilstals
(Aufnahme E. Hochstetter)

Aufhausen St. Michael 48.617273,12.759147 - Google Maps
Die Aufhauser Pfarrkirche St. Michael ist eine neugotische Saalkirche von 1894,
der Turm stammt noch aus dem 13. Jahrhundert.
Das Patrozinium des Erzengels St. Michael ist ein Zeichen bischöflichen Einflusses in der Gründungszeit,
im Gegensatz zu Gebieten mit königlich-herzoglichem Hintergrund der Kolonisierung
(Aufnahme G. Lahl)

Das ausdrucksstarke Chorkreuz aus Sandstein des Bildhauers Hafner von 1975
Der Unterbau zeigt die vier Evangelisten.

Stufen führen zum Tabernakel.

Links der Kirchenpatron St. Michael aus der Vorgängerkirche

Rechts eine Madonna mit Kind

In die neue Kirche wurden alte Grabsteine übernommen.
Der rotmarmorne Grabstein für den am 5. Juli 1730 gestorbenen Pfarrer Johann Baptist Pramstädt.
Über dem Brustrelief halten zwei Engel sein Wappen.

Rechts daneben ein rotmarmorner, 1,92 m großer Frührenaissancestein für zwei Brüder:
Hie . ligt . Hanns . Rumbschir . pfarher . und . Erster . Capellan . der . Fruemeß . zu . Affhausen . und . Jörg . sein . Brueder . pey . ym . auch . Capellan . hye . den . Got . genadig . welle. sein . was . oben stett .
Anno domini M . d .     (= 15..; nicht ausgefüllt)

Am 22. April 1593 starb dieser Aufhausener Pfarrer

In Sichtweite der Kirche grüßt die Himmelskönigin mit Kind.

Und St. Florian bekämpft mit seinem hölzernen Löscheimer einen Brand.

Aufhausen Bahnhof 48.614974,12.759659 - Google Maps
Der schön renovierte ehemalige Bahnhof

Aufhausen Clohäuschen 48.614888,12.759912 - Google Maps
Auch das Clohäuschen ist liebevoll instand gesetzt

Die ehemalige Schule Aufhausens von 1909 (Jugendstil); unterrichtet wurden hier die Aufhausener und Rengersdorfer Kinder bis 1979
(aus: Sehenswertes unserer Gd. Eichendorf, aufgenommen 2001)

Bockerlbahn-Radweg Aufhausen 48.627491,12.759283 - Google Maps
Der Bahndamm der aufgelassenen Vilstal-Bockerlbahn wurde zum gemütlichen Radlweg.
Er führt über 48 km von Landau nach Postmünster.
(Aufnahme G. Lahl)

Rengersdorf

Die Rengersdorfer Kirche vor 1927
(aus: Die Kunstdenkmäler von Bayern, Bezirksamt Landau a. I. 1926)

Bis 1960 gab es jeweils am 6. November auch in Rengersdorf einen Leonhardiritt mit Pferdesegnung

Die Rengersdorfer Kirche St. Leonhard;
(aus: Sehenswertes unserer Gd. Eichendorf, aufgenommen 2001)

Das Kircheninnere 1988
(Slg. L. Kriegl)

Im Inneren der aus dem 15. Jh. stammenden Kirche alte Fresken
(aus: Sehenswertes unserer Gd. Eichendorf, aufgenommen 2001)

Die bemalte Holzdecke lenkt den Blick nach oben (Aufn. 1988)
(Slg. L. Kriegl)

Die Heiligenfigur rechts (Aufn. 1988)
(Slg. L. Kriegl)

An der Westwand eine Madonna und Votivtafeln
(Slg. L. Kriegl)

Rengersdorf im Juli 1990
(Slg. L. Kriegl)

Reichersdorf mit seinen kunsthistorischen Kleinodien

Ursprünglich das Dorf des Richer
Die ehemalige Hofmark Reichersdorf befand später in den Händen des jeweiligen Besitzers von Schloss Wildthurn.
Das Kircheninnere birgt 22 wertvolle Grabdenkmäler, steinerne Zeugnisse der Vergangenheit.

Die Reichersdorfer spätgotische Pfarrkirche St. Martin wurde 1735 barockisiert.
Sie gehört zum Dekanat Pfarrkirchen.

Das Kircheninnere mit seinen Altären

Das Taufbecken:
Johannes tauft Jesus im Jordan

Bemerkenswertes Renaissance-Epitaph aus Kalkstein für Georg Buchleitner zu Sinzing,
gestorben am 29. November 1574.

Unter der Kreuzigungsgruppe (im Hintergrund das himmlische Jerusalem, der Sehnsuchtsort des Toten)
kniet der Verstorbene neben seinem Wappen.
Im Aufsatz weitere 10 Ahnenwappen

Sockel des 5 m hohen und 1,5 m breiten Renaissance-Epitaph für Wolf Buchleitner

Hie ligt begraben der edl und vest Wolf Buchleiiter zu Sinzing,
auf Wildthurn, Reicherstorf, obern Viechpach Khaltenstain und Satzpach,
bischöflicher passauischer Rat und Mautner, gest. am 2. Nov. 1600,
dessen 1. Hausfrau Sabina, geb. Schäffler, gest. 16. Nov. 1570,
und dessen zweite Hausfrau Barbara, geb. Eder, gest. (nicht ausgefüllt).

Kalksteinepitaph:
Alhier
Ligt begraben die Hoch. und Wohlge
bohrne Frau Frau Anna Catharina-
Elisabetha Frey Frau von Pelkoven,
Gebohrne Von der Linden, Frau von
Undt zu Wilthurn, Reicherstorff. Undt
Weyhrn, welche Anno 1753. den 28. april:
In 58. Jahr ihres alters
In Gott Selig Verschiden.
Requiescat in pace,
Amen.

Eine Gedenktafel erinnert auch noch nach Auflösung des Friedhofs 1952 an die hier Beerdigten

Ein Epitaph in der Kirchenmauer erinnert an den Schuhmacherssohn Joseph Bachmaier,
der als Soldat des Königs der Könige mit 21 Jahren
am 28. Dez. 1830 vom Schlagfluße getroffen und blitzschnell

eine Leiche geworden ist.

Neben der Friedhofsmauer steht ein alter (jetzt funktionsloser) Pumpbrunnen

Das Marterl an der Vilsbrücke hat eine bewegte Geschichte:
Es wurde im Rahmen einer Straßenbaumaßnahme abgetragen und einige Meter weiter an diesem neuen Platz wieder aufgebaut.

Das Gemälde des Hl. Martin musste restauriert werden, nachdem es von der Deichsel eines Ochsenfuhrwerks am alten Platz durchbohrt worden war.
Sehenswert ist die prothetische Versorgung des Bettlers.


zuletzt geändert am 23.07.2017, 19:26

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