Adldorf mit Glockengeläut, Kellerhäuser, Kapellen

Adldorfer Zwölfuhrläuten (mit Erlaubnis des BR 1) anläßlich der 850-Jahrfeier 
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Fotografien der Adldorfer Hofmarks- und Schlosskirche
  Kellerhäuser Holzkapelle, Sorgewitzkapelle, Loiblkapelle      
Bilder vom Festzug der Adldorfer 850-Jahrfeier 2012 
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  Weitere Bilder zur Feuerwehr Adldorf bei Feuerwehrgeschichte des Vilstales

Der Adldorfer Maibaum 2016:
ca. 28 m, 2,5 fm, 2,25 t

Adldorf im aufsteigenden Morgennebel.
Der Name Adldorf leitet sich gemäß einer über 950 Jahre alten Urkunde von Arlendorf ab,
was auf die vielen Erlen an den Ufern der Vils verweist

Der Schlossbau steht in der Mitte des Parks, teils von Gartenflächen nach französischer Ordnung,
teils von gemischten Baumbeständen nach englischer Art umgeben.
Schloss Adldorf wurde nach einem Brand 1906 in neubarockem Stil wieder aufgebaut.
Die Hofmarksherren (seit 1443) wurden 1697 in den  Grafenstand erhoben.
(Luftbild www.leidorf.de)
Schloß Adldorf 48.634667,12.837373 - Google Maps

Links im Bild die Schlossbrauerei, es gibt sie seit 1671.
Die Grafen von Arco auf Valley erbten 1821 die Hofmark von den Grafen von Tattenbach (1722 - 1821),
die 28 Hofmarken besaßen; davon 9 im Gerichtsbezirk Landau.
Darüber im Bild der Gutshof
(Luftbild www.leidorf.de)

Hier kann man beim alljährlichen Hoffest Oldtimer-Schlepper bestaunen

Alte landwirtschaftliche Geräte werden vorgeführt

Rottaler Maibaumkraxler beim Hoffest
(Foto H. Nachrainer)

Die Sonnenuhr am Verwaltungsgebäude

Immaculata Adldorf 48.634575,12.836116 - Google Maps
Das Ensemble mit Kirche, Verbindungsgang und Schloss ist denkmalgeschützt.
Es zeigt eine barocke Verbindung zwischen Herrschaftssitz und Ort, Schloss und Pfarrkirche.
Der eingefriedete Schlossbereich ist mit dem in sich geschlossenen Kirchenbereich über die trennende Wannersdorfer Straße hinweg durch einen gemauerten, auf massiven Arkadenpfeilern ruhenden Gang verknüpft.
Weitere Fotografien der Adldorfer Hofmarks- und Schlosskirche

Hinter den Arkaden findet sich am linken Vilsufer eine Statue des Hl. Johannes-Nepomuk.
Sein Heiligenschein besteht hier aus acht anstatt - wie sonst üblich - aus 5 Sternen
als Hinweis auf das aus 5 Buchstaben bestehende lateinische Wort tacui (ich schwieg).
Da er das Beichtgeheimnis nicht verletzen wollte, wurde er von der Karlsbrücke in Prag herab ertränkt.

An der Stelle der früheren Schmiede hält jetzt unter Linden auf einer Brunnensäule ein nackter Knappe das Wappen der Arco mit den drei Bögen

Neben den Brauereigebäuden entstand anstelle des abgebrannten Tattenberger-Gasthauses
1965 der Schlossgasthof Zur Arcoquelle ...

mit Biergarten im Schatten fünfzigjähriger Kastanien

Das schöne, schmiedeeiserne Wirtshausschild

Maria mit Jesuskind an der Fassade der ehemaligen Krämerei Niederleitner;
hier befand sich zu Zeiten der Pferdepost eine Posthilfsstelle

Das ehemalige Forstamt beherbergte früher den Richter.

Die Kellerräume dienten bis zum Ende der Patrimonialgerichtsbarkeit (1848) als Gefängniszellen

Eine Madonna vom Beginn des 20. Jh. an der Giebelseite des Hauses gegenüber
verdeutlicht die intensive Marienverehrung in Adldorf

Und am Nachbarhaus eine weitere von insgesamt fünf die Straßen säumenden Mariendarstellungen.
die die Verbindung mit der Kirchenpatronin Maria Immaculata betonen

Dieses Wirtschaftsgebäude des Stömmerhofes wurde 1919 erbaut

Noch zeigt das Stömmeranwesen die charakteristische Kuhstall-Fassade eines Vilstaler Vierseithofes.
In der Mitte der Futtergang

Über dem Kuhstall die Eisenräder der schon lange stillgelegten Transmission für den Futterschneider.
Der Transmissionsriemen verlief vom Elektromotor im Stadel quer über den Hof

Eine Madonna mit Kind aus Altötting in einer Nische des 1929 nach einem Brand neu aufgebauten Stadels des Stömmerhofes

An der Giebelwand des Stömmerhof-Stalls (Stegmaier) der Hl. Leonhard als Beschützer des Viehs,
zu seinen Füßen ein Rind.
In der Linken trägt er als zweites Erkennungsmerkmal die gesprengte Kette eines Gefangenen,
die im Volksglauben als Viehkette umgedeutet wurde

Der Hl. St. Florian an der Giebelwand des Stömmerhofes

Das Maikäferhaus, das älteste Adldorfer Haus.
Hier wurde Dr. Hans Kapfinger als Sohn eines Postschaffners geboren.
1933 schlug er in einem Zeitungsartikel vor, das Kabinett Adolf Hitlers auf seinen Geisteszustand zu untersuchen.
Daraufhin wurde er vorübergehend in Schutzhaft genommen.
(Slg. L. Pleintinger)

Dr. Hans Kapfinger erhielt nach dem Krieg eine Lizenz zur Gründung der Passauer Neuen Presse mit ihren Lokalausgaben. Hier das Impressum der Landauer Zeitung von 1978.
Sein Grabstein wurde bei Auflösung des alten Adldorfer Friedhofs um die Kirche
auf das Gelände der Passauer Neuen Presse in Passau verlegt.
(Slg. Kapfinger)

An der Giebelseite des denkmalgeschützten Hauses eine Madonna mit Kind

Ehemaliger Waschsteg an der Vils

Blick von unterhalb der Mühle über Vils und Vilswehr zur gräflichen Gruft.
Am Standpunkt des Fotografen wurden früher die Pferde in die Schwemm geritten
und die hölzernen Wägen vor der Ernte tagelang ins Wasser gestellt, um die Holzverbindungen wieder zu festigen

Eine schwarze Madonna aus Altötting in der Nische des Planklhauses

An die ehemalige Mühle erinnert noch dieser gegossene Mahlstein

Der Zufluß zur ehemaligen Mühle Adldorf

Die alte Mühle bei Reif

Im ehemaligen Eisweiher steht jetzt hohes Schilf, früher wurde dieses im Herbst von Zillen aus mit Sensen gemäht.
War im Winter das Eis zwischen 5 und 12 cm dick, wurden 50 cm große Blöcke herausgeschnitten und mit Pferdefuhrwerken in den oberirdischen Eiskeller der Brauerei gebracht.
Der Eiskeller wurde mit Wasser gefüllt, der so entstandene Eisblock hielt sich bis etwa Juli

Der 1948 neu angelegte Friedhof im Winter bei Nebel
mit den vom Kalvarienberg hierher versetzten Kreuzwegstationen und dem Kriegerdenkmal von 1918

Niemand dachte nach 1918, dass den Helden des 1. Weltkrieges bald die des 2. folgen müssten

An den Kreuzwegstationen nagt der Zahn der Zeit

An die ehemalige Hofmarksgerichtsbarkeit erinnert eine Inschrift am Denkmal für die ehemaligen Seelsorger:
Vogler Joh. Heinr., Gerichtshalterssohn aus Adldorf, wurde Pater Heinrich bei den Prämonstratensern in Osterhofen.

Vilskanal bei Adldorf 48.638411,12.826438 - Google Maps
Vilskanal bei Adldorf (Aufnahme G. Lahl)

 Adldorf Lindenallee 48.631576,12.839366 - Google Maps
Durch diese Lindenallee geht es zu Holzkapelle und Wohnturm
(Aufnahme G. Lahl)

Die Lindenallee im Winter bei Nebel

Die Marienkapelle am Ende der Lindenallee.
Hinter der Kapelle zogen sich bis 1948 die Kreuzwegstationen den Berg hinauf bis zur abschließenden Kreuzigungsgruppe des Kalvarienberges.
Adldorfer Kapellen

Holzkapelle Kellerhäuser 48.624807,12.845734 - Google Maps
Die Holzkapelle in Kellerhäuser (Aufnahme G. Lahl).
Eine im letzten Drittel des 19. Jh. erweiterte, der Überlieferung nach ursprünglich von einem Einsiedler gegründete Wallfahrtskapelle.
Daneben eine 4 ha große Streuobstwiese der Gemeinde. Seit 1996 pflanzten Baumpaten hier über 100 Bäume
Adldorfer Kapellen

Wohnturm Kellerhäuser 48.624172,12.841268 - Google Maps
Ein unter Denkmalschutz stehender Wohnturm mit Zinnen aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in Kellerhäuser.
Es handelt sich um den überbauten Eingang zu zwei etwa 60 m langen, aus Ziegeln gemauerten Kellergewölben aus dem frühen 20. Jahrhundert. Hier konnte das Bier kühl in Fässern gelagert werden.
Im ersten Stock wohnten die Bräuburschen.
Die Renovierungsarbeiten wurden 2000 mit der bayerischen Denkmalschutzmedaille ausgezeichnet.
(Aufnahme G. Lahl)

Das nördliche Kellergewölbe. Am Ende des südlichen Gewölbes reichen zwei Lüftungskamine bis an die Oberfläche.
Ursächlich für das Ende der Bierkeller war die lindesche Kältemaschine (Linde AG 1879). 

Neben den Wohnturm steht das Odinger-Anwesen aus dem 18. Jh.
Die  ursprünglichen Holznägel im Boden und die mundgeblasenen Fensterscheiben zeigen, wie früher gebaut wurde. 
Die Renovierung des Hauses wurde mit der bayerischen Denkmalschutzmedaille ausgezeichnet
(aus: Sehenswertes unserer Gemeinde Eichendorf, aufgenommen 2001)

Die Loiblkapelle mit den denkmalgeschützten Eschen im Nebel
Eschen Loiblkapelle Prunn - Google Maps

Das Ensemble bei Sonnenuntergang im Frühjahr

Errichtet wurde die Kapelle 1864, vermutlich ist dies auch das Pflanzdatum der Eschen.
Laut Überlieferung war eine schwere Erkrankung der Anlass zum Bau durch das Ehepaar Loibl
Adldorfer Kapellen

Die Jahrstorferkapelle in Wannersdorf von 1852 (errichtet als Ersatz für eine Vorgängerkapelle)
mit dem zugehörigen, denkmalgeschützten, historischen Dreiseithof von 1859
mit Treppengiebeln, das Wirtschaftsgebäude mit Arkaden
Adldorfer Kapellen

Adldorf 48.634128,12.833397 - Google Maps
Adldorf in der prallen Sonne mit dem Bayerischen Wald im Hintergrund

Vom Pilgerkreuz am Lindert aus erkennt man bei klarer Sicht
den Kleinen Arber (1383 m, links) und Großen Arber (1455 m, rechts)

 Etwas weiter rechts liegen der Kleine Rachel (1399 m, links) und der Große Rachel (1453 m, rechts).
Auf dem davor liegenden Höhenrücken rechts könnte Thurmannsberg zu sehen sein

Unser Kreisarchäologe Dr. Ludwig Kreiner hat eine zweistündige archäologische Wanderung im Bereich Eichendorf/Kellerhäuser/Adldorf für uns ausgearbeitet!

Adldorfer Zwölfuhrläuten (mit Erlaubnis des BR 1) anläßlich der 850-Jahrfeier 
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Fotografien der Adldorfer Hofmarks- und Schlosskirche
  Adldorfer Kapellen      
Bilder vom Festzug der Adldorfer 850-Jahrfeier 2012 
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 Adldorfer Schulgeschichte  
  Adldorf auf Glasplatten: Steindl fotografiert Adldorf in den 1920ern


zuletzt geändert am 28.12.2016, 11:12

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