Aldersbach: 60 historische Dokumente und Bilder

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 Joseph Pamler: Chronik der Pfarrei Aldersbach

Anläßlich der Schenkung Aldersbachs an das Kloster Mondsee in der 1. Hälfte des 8. Jh.s wird der Ort
im Mondseer Traditionskodex erstmals urkundlich als alderespah erwähnt;
es regiert zu dieser Zeit der Bayernherzog Odilo

Schriftliche Erwähnung Aldersbachs im Stiftungsbrief des Bischofs Otto von Bamberg 1139.
Seit 1120 gibt es hier zunächst Augustiner-Chorherren.
1146 Übergabe des Klosters an die Zisterzienser.

Ausschnittvergrößerung aus der 1, Zeile: Alderispacensi

Darstellung der Geometrie in der Aldersbacher Handschrift Musica des Johannes, entstanden um 1200;
sie wird in der Staatsbibliothek in München aufbewahrt

Miniaturmalerei auf Goldgrund des Erzengels Michael in einem Brevier des Klosters Aldersbach aus dem 13. Jahrhundert

Buchmalerei aus dem Aldersbacher Physiologus, einer aus dem Griechischen stammenden Naturkunde,
die mit christlichen Interpretationen ergänzt wurde (Ende 13. Jh.)

1340 wird das Kloster mit dem Kirchenbann belegt, weil es den exkommunizierten Deutschen Kaiser Ludwig den Bayern mit Ehefrau und 1500 Reitern freundlich aufgenommen hatte

Allerspach auf den Bairischen Landtafeln Apians 1568.
Auf Apians ästhetischen Karten gibt es keine Straßen

1649 sterben nach Beendigung des 30jährigen Krieges in Aldersbach von knapp 500 Einwohnern über 100 an Pest oder Hunger. Von den neun Mönchen überlebt einer.
Um 1650 beherbergen die Stallungen des Klosters wieder ca. 130 Schweine, 110 Rinder und 60 Pferde.

Kloster Aldersbach. Kupferstich.
In: Anton Wilhelm Ertl: Des Chur-bayerischen Atlantis zweyter Theil. Nürnberg: Peter Paul Bleul 1690
(Mit Erlaubnis der staatlichen Bibliothek Passau)

Kloster Aldersbach auf einem Weningstich um 1700.
Frauen war der Zutritt zu Kloster und Klosterkirche verwehrt.
Als 1300 Bayernherzog Stephan I mit seiner Ehefrau zur Messe die Kirche besuchten,löschten die Mönche sofort die Kerzen,
der Priester brach die Messe ab und die Kirche musste neu gereinigt werden.
(Mit Genehmigung des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation)

Aldersbach auf einem Stich J. A. Zimmermanns von 1765 (aus: Monumenta boica, Bd. 5 Bayer. StaatsBibliothek)
(Slg. P. Mayerhofer)

Das Ex Libris der Aldersbacher Zisterzienser für die Zeit von 1540 bis 1800

Beschreibung Aldersbach in Cammerer: Das Königreich Bayern (1838), S. 70.
Offenbar hatte Cammerer keine gute Landkarte vorliegen

Aldersbacher Ansichtskarte, datiert 17.5.1898.
In der Bildmitte die Portenkirche, zu der zu Zeiten des Männerklosters auch Frauen Zutritt hatten.
Rückseitig ein Stempel Vereinslazarett Kloster Aldersbach; eine zivile Krankenanstalt, die bei einer Mobilmachung einem militärischen Reservelazarett zugeordnet war.
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Auf der Ausschnittvergrößerung sind die netten szenischen Details des Zeichners M. Hausl besser zu sehen:
Die  freudige Begrüßung, der mit der Postkutsche Angekommenen und die Überbringung der Postmappe durch den Postillion an die Posthalterin

Am 2. 5. 1905 verkauft Michael Scheibengraber seinen Gasthof.
Dieses Foto vom 15.5.1905 zeigt den neuen Wirt Mayerhofer mit seiner Mannschaft
(Slg. P. Mayerhofer)

Nachdem er durch die Bezahlung der bedungenen Gebühren sich vorschriftsmäßig ausgewiesen hat erhält am 10.9.1905 die Bürgerrechtsurkunde
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Am 19.9.1905 wird dann im eigenen Gasthaus Hochzeit gefeiert
(Slg. P. Mayerhofer)

Und er kann nach Überprüfung seines Leumundes auch die Postagentur übernehmen
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Fahrpläne der Pferdepostverbindungen nach Haidenburg, Johanneskirchen und Pörndorf 1913

Aldersbach 1906 mit Bahnhof
(Slg. P. Mayerhofer)

Eine Kaltenbach-Postkarte Aldersbachs mit Dampflok, gezeichnet 1907
(Slg. H. Späth)

Die Aldersbacher Schützenmeister laden 1909 mit Jugendstilkarten zum Schützenball
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Werbeplakat für den erstklassigen Aldersbacher Kloster-Schmalzler (ca. 1910)
(Slg. P. Mayerhofer)

Und Werbung für das Aldersbacher Export Bier des Freiherrn v. Aretin zu Zeiten des Königreichs Bayern (ca. 1910)
(Slg. P. Mayerhofer)

Zu Wirtshaus, Tabak und Bier kommt noch Gottes Segen hinzu, glückliche Aldersbacher! (ca. 1910)
(Slg. P. Mayerhofer)

Aus dem Bierbuch des Gasthauses Mayerhofer der Brauerei Aldersbach vom Juni 1915
Nachbier wurde aus der Resten der normalen Bierherstellung in einer 2. Gärung hergestellt;
hatte einen geringeren Alkoholgehalt und war billiger
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Aldersbacher gezeichnete Ansichtskarte mit St. Peter und Dampflok, Datum unbekannt, frgl. um 1910
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Hinter dem Kloster stand das Forsthaus Beim Heinrich
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Das gräflich von aretinsche Hirschgehege grenzte direkt an
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Die Aldersbacher FFW ca. 1919

Aldersbach frgl. um 1920
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Die Karte gab es auch bunt
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Nahe Haidenburg, jetzt Gde. Aldersbach, werden 1923 auf Lichtmess ein Knecht und eine Magd gesucht
(Vilshofener Zeitung vom 11.1.1923)

Die Mitarbeiter von Gasthaus und Metzgerei Mayerhofer 1927
(Slg. P. Mayerhofer)

1928: Das Hochzeitsgut der neuen Wirtin kommt auf drei Kamerwägen aus dem Rottal nach Aldersbach
(Slg. P. Mayerhofer)

Die Mayerhofer-Mannschaft 1931
(Slg. P. Mayerhofer)

Rindergespann in Aldersbach mit der Kirche im Hintergrund in den 1930ern
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Schäfer Innbreit aus Heinrichsdorf ist der Schäferhund entlaufen
(Geisenhausener Zeitung vom 11.1.1933)

Die Niederhausener Motorradfreunde besuchen Aldersbach 1935
(Slg. X. Schütt)

Postmappe der Posthalterei Mayerhofer Peter von 1937
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Postgebührenverzeichnis von 1937
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Vollständig eingeklebte Beitragsmarken einer Aldersbacher Magd zur landwirtschaftlichen Sozialversicherung der Kreisbauernschaft Passau 1938 (Reichsnährstand - Blut und Boden)
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Einberufungsbefehl der Wehrmacht am 27.8.1939 zum Treffpunkt Schweiklberg.
Am 1.9.1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Aus einem dem Soldbuch beiliegendem Merkblatt von ca. 1939
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Soldaten am Aldersbacher Bahnhof um 1940
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Luftbild Aldersbachs um 1940
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Das Kircheninnere ca. 1940
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Diese Ansichtskarte trägt das Datum 10.1.1941
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Diee Karte gibt es auch als colorierte Luxusausführung
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Im März 1943 werden fünf Glocken zum Einschmelzen abgenommen.

Während und nach dem Krieg galt wegen der Lebensmittelknappheit bei gleichzeitiger inflationärer Geldvermehrung durch die Nationalsozialisten (was bei freier Marktwirtschaft zu einer Preisinflation geführt hätte) eine Preisbindung für Fleisch, Fett- und Wurstwaren.
Hier die Tafel zur Bekanntgabe der amtlich festgesetzten Preise des Aldersbacher Metzgers
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Nach dem Eintreffen der Amerikaner gab es erst bei integrer politischer Vergangenheit wieder eine Fahrerlaubnis,
eine driver license, unterschrieben vom Landrat des Kreises Vilshofen.
Diese ist ausgestellt am 28.2.1946
(Slg. Fam. Mayerhofer)

An Weihnachten 1946 werden die im Krieg beschlagnahmten 5 Glocken wieder ersetzt, einige zusätzliche Eimer  Schmalz und 15 Ztr. Kartoffeln beflügelten der Überlieferung nach die Produktion in Bochum.
Die Glocken kosteten 16000 Mark, die 4000 Mark für die Elektromotoren wurden privat gespendet.
Ein Wagen bricht während der Fahrt vom Bahnhof in den Klosterhof unter der Last der schweren Glocke zusammen
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Mit Pferden werden die neuen Glocken in den Klosterhof geschleift
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Die Weihe der fünf neuen Glocken durch Bischof Landersdorfer
(Slg. P. Mayerhofer)

Früh übt sich, was ein guter Wirt ...
(Slg. P. Mayerhofer)

... und ein guter Metzger werden will (1947)
(Slg. P. Mayerhofer)

Aldersbacher Bierlaster (1949 frgl.)
(Slg. T. Eineder)

Die Tanzgenehmigung bis 24 Uhr für das öffentliche Kaffeekränzchen mit Tanzmusik am 20.1.1951 wird gegen eine Gebühr von 35,90 DM (eingeschlossen ein Fürsorgebeitrag von 10 DM) erteilt
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Die Bierfässer wurden mit Bierkarren aus der Brauerei geholt (ca. 1958);
ein solcher Bierkarren ist auch auf der Ansichtskarte von 1898 eingezeichnet!
(Slg. P. Mayerhofer)

Der Bruckwagen, von zwei Geißböcken gezogen, mit dem Wirts Lois als Kutscher, war eine Alternative (1959);
gedopt wurden die Zugtiere bei Bedarf mit Resten des bayerischen Grundnahrungsmittels (Noagerl)
(Slg. P. Mayerhofer)

Jeder Brauereimitarbeiter bekam monatlich Bierzeichen mit seiner persönlichen Nummer
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Alte Bierfilzl der Brauerei Aldersbach
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Diese Kegelbahn ist schon auf der Ansichtskarte von 1898 dargestellt, sie wurde 1955 abgebrochen;
das Aufstellen der Kegel war Sache der Kegelbuben
(Slg. Mayerhofer)

Aldersbacher Bierettiketten
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Das öffentliche Backhäuschen der Gemeinde Aldersbach auf der Wirtswiese;
es diente später als Waschhaus und wurde dann abgebrochen
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Aldersbacher Flaschenettiketten
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Ein Güterzug mit einer Diesellok V 60 im Mai 1984 bei Aldersbach
(Foto S. Bufe)

Eine der letzten Sonderfahrten der Bahnlinie Vilshofen - Aidenbach am 27.5.1983
(Slg. Fam. Mayerhofer)

1985 wird die kleine Kirche St. Peter 1250 Jahre alt
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Am 1.7.1987 richtete ein Hochwasser des Aldersbaches erhebliche Schäden an
(Slg. P. Mayerhofer)

Bierfilzl der Brauerei Aldersbach von 1985 und 1993

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zuletzt geändert am 21.10.2016, 23:03

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