Neufraunhofen mit Ansichtskarten vom Beginn des 20. Jh., Hinterskirchen mit der Skapulierbruderschaft

Das gräflich Soden-Fraunhofensche Schloss ist eine umfangreiche, überwiegend barocke Anlage,
Der Kirchturm hatte eine spätgotische Spitzhaube, die im 17. Jahrhundert zu einer Zwiebel umgebaut wurde.
Später Verdelung des Kirchturms im Rokokostil.
(Luftbild www.leidorf.de)
Schloß Neufraunhofen 48.392576,12.21247 - Google Maps

1859 ließ Carl August von Neufraunhofen den Park in Form eines Englischen Gartens neu anlegen,
mit teils exotischem Baumbestand aus Südamerika und Asien.

Die Flügelbauten stammen in den unteren Teilen vermutlich aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts.
Das Eingangstor zu Schlossareal und Kirche.
(Aufnahme Aigner)

Der Innenhof der Schlossanlage mit Fliederrondell
(Aufnahme Graf v. Soden-Fraunhofen)

Die große Freitreppe
(Aufnahme Graf v. Soden-Fraunhofen)

Die Freitreppe
(Aufnahme J. Aigner)

Die Schlosskirche ist St. Johannes Baptist und Maria Immakulata geweiht.
Die Gestaltung der Fassade basiert angeblich auf einem Entwurf des berühmten Baumeisters Cuvilliés.
Die Portalrahmung wird über einen vasenbesetzten Voluten-Sprenggiebel
 mit großen Nischen für die Figuren des St. Salvator und des St. Franziskus verbunden.
(Aufnahme Graf v. Soden-Fraunhofen)

Das Deckenfresko in der Schlosskirche zeigt das Familienwappen.
Die Schlosskirche wurde 1921 durch eine Stiftung der gräflichen Familie zur Kuratiekirche.
Sie ist nur während der Mess- und Beichtzeiten der Öffentlichkeit zugänglich.
(Aufnahme Graf v. Soden-Fraunhofen)

Der reich ausgestattete St. Simpliziusschrein beinhaltet die Reliquie eines römischen Katakombenchristen.
(Aufnahme Graf v. Soden-Fraunhofen)

Gedenkplatte von 1583
(Aufnahme Aigner)

Die restaurierten ehemaligen Stallungen und der Schlosshof um das Fliederrondell
können für Veranstaltungen oder Feierlichkeiten gemietet werden.
(Aufnahme Graf v. Soden-Fraunhofen)

Vor dem Schloss ein 1994 errichteter Brunnen des St. Theobald,
eines mittelalterlichen italienischen Reformbischofs
Neufraunhofen St. Theobald 48.391803,12.212508 - Google Maps

Schloss Neufraunhofen auf einem Weningstich um 1700.
Hier der Kirchturm mit barocker Zwiebel
(Mit Genehmigung des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation)

Plan Neufraunhofen von 1749
(Aufnahme Graf v. Soden-Fraunhofen)

Graf Soden-Fraunhofen hoch zu Roß
(Aufnahme Graf v. Soden-Fraunhofen)

Gruss aus Neufraunhofen (ca. 1899)
(Slg. H. Späth)

Neufraunhofen mit Brauerei, Schule und Schloss, dat. 23.8.1902
(Slg. Hauner und Gruß)

Neufraunhofen, koloriert, datiert vom 17.11.1902
(Slg. H. Späth)

Fahrplan der Landpostverbindung Velden Neufraunhofen 1911
(Heimatmuseum Vilsbiburg)

Schloss Neufraunhofen, dat. 23.12.1912
(Slg. Hauner und Gruß)

Neufraunhofen, datiert 17.6.1918
(Slg. H. Späth)

Jungschützengesellschaft und Genossenschaftsbrauerei Neufraunhofen laden zur Christbaumfeier am 1.1.1932
(Veldener Zeitung vom 1.1.1932

Per Zeitungsannonce kündigt sich 1932 die Feinschleiferei Karl Wörndle aus Velden zum Theobaldimarkt an
(Veldener Zeitung vom 12.4.1932)

Großes Waldfest des Motorradklubs Neufraunhofen am 19.6.1932
(Veldener Zeitung vom 16.6.1932)

Weitere Informationen und Bilder www.soden-fraunhofen.de

Nur wenig östlich von Neufraunhofen liegt Hinterskirchen
Der ursprüngliche Name des Dorfes „Hinderheina“ , was an einen heidnischen Hain erinnert,
ist schon 1315 in das christliche „Hinterskirchen“ umgewandelt

St. Mariä Himmelfahrt zu Hinterskirchen.
Der Turm mit quadratischem Unterbau und achteckigem Aufsatz mit Kuppel wurde im 17. Jahrhundert errichtet.
(Slg. S. Obermeier)

Der wieder wie zur Erbauungszeit mit Holzschindeln gedeckte Kirchturm

Der Chor stammt aus der Spätgotik und wurde barockisiert.
Hochaltar mit Rokokomuschelwerk aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Die Heilige Maria in der Mitte des Altars ist ein Werk der späten Gotik.
Neubau des vergrößerten Langhauses 1909 bis 1913.
(Slg. S. Obermeier)

Bild im Kirchenschiff: Die Muttergottes überreicht das hl. Skapulier
(Slg. S. Obermeier)

Die meisten der etwa 125 Dorfbewohner gehören der 1876 gegründeten Hinterskirchner Skapulierbruderschaft an.
Am zweiten Sonntag im Juli wird beim Skapulierfest in einer feierlichen Prozession die Muttergottes von vier ledigen Dirndln des Trachtenvereins durch das Dorf getragen.

Ein Skapulier ist ursprünglich die Arbeitsschürze der Mönche, die vorn und hinten über der Kutte getragen wird.
Die Skapulier-Frömmigkeit geht zurück auf Mönche des Karmeliten-Ordens, großen Marienverehrern, die am Berg Karmel in Galiläa lebten.
Die letzten Karmeliten vom Berge Karmel wurden 1291 bei der Eroberung von Akko von den Muslimen umgebracht.
Der Bestand des Ordens war gefährdet. Die Muttergottes versprach dem Ordensoberen auf seine Bitten hin am 16. Juli 1251 nicht nur den Erhalt des Ordens, sondern machte, umgeben von einer Vielzahl von Engeln, ein Gnadengeschenk: Ein heiliges Skapulier.
Der Skapulier-Träger begibt sich in den geistigen Schutz der Muttergottes. In Hinterskirchen und in vier oberbayrischen Gemeinden werden feierliche Skapulier-Bruderschafts-Prozessionen abgehalten.
Skapulierträger waren z. B. König Ludwig von Frankreich,
der englische König Eduard II., Don Bosco und Johannes Paul II.

Ansichtskarte von Hinterskirchen, Entstehungszeit unbekannt
(Slg. Hauner und Gruß)

Einladung zum alten Bierbrauch:
Zum alten Bier vom vorhergehenden Winter gab es traditionell jungen Gänsebraten
(Veldener Zeitung vom 5.11.1932)


zuletzt geändert am 05.05.2016, 10:13

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