Indersbach und Attenkaisen

Historische Bilder aus Indersbach u. a. der Sammlungen Haberl, Jahrstorfer, Rieger, Greiner und Winkler
Als Anhang Sterbebilder von vor 1947

Indersbach, die Siedlung des Iwindo am Bach,
oder von inderst, ganz hinten, wo der Bach anfängt

Ein verheerendes Hagelunwetter von 1844 wurde von einem Chronisten auf einem Adldorfer Taufbuchdeckel festgehalten:
Am 25. Juny 1844 um 5 ¼ Uhr abends hat
ein Hagelwetter von Landshut bis gegen Passau

und 6 Stunden breit - die Sommer- und Wintersaaten
fast durchweg vernichtet, Bäume geworfen und elendlich
zerschlagen;
in der Gemeinde Adldorf wird der Schaden auf circa 72.000 fl (Gulden)
angeschlagen … 

Matricula: Deckel des Taufbuches Adldorf 1802 bis 1850
(gefunden von J. Winkler)

An dieses Hagelunwetter erinnert das erstmals 1847 am unteren Dorfeingang in Indersbach errichtete, ca. 5 m hohe Schauerkreuz.
Das hier abgebildetete, geschnitzte Kreuz lagert derzeit im Bauhof in Eichendorf
(aus: Sehenswertes unserer Gemeinde Eichendorf, aufgenommen 2001)

Verzeichnis
aller vorspannpflichtigen Pferdebesitzer,
Feuerreiter u. Feuerboten
in der Gemeinde Indersbach
im Jahre 1879
gemäß einer Aufzeichnung der Ortspolizeibehörde Indersbach

Dieses Klassenfoto von 1893 ist vielleicht das älteste von Indersbacher Schülern
(Slg. Fam. Baierl)

Fahnenweihe der FFW Indersbach 1895

Die Aktiven der FFW Indersbach bei der Fahnenweihe 1895

Indersbacher Ansichtskarte von vor 1907:
Wehrter Herr Vetter,
Karte erhalten es freut mich sehr ...

Die einklassige Schule Indersbach 1907 mit ca. 67 Schülern
(Slg. Fam. Baierl)

Einladung zur Christbaum=Feier mit Konzert bei Gastwirt Wimmer 1912
(Landauer Bote und Anzeiger vom 4.1.1912)

Am 26.2.1912 folgt die gemeinsame Abschiedsfeier des Wimmer-Wirts und des Bauern Schickeneder
(Landauer Bote und Anzeiger vom 23.2.1912)

Die Folgen des 1. Weltkrieges für die Mitglieder der FFW Indersbach gemäß der Kriegschronik von 1919:
Von 40 Mitgliedern werden 32 einberufen, 9 fallen, 11 werden verwundet

Ca. 1919: Die Gemeinde Indersbach feiert ihre Kriegsheimkehrer

Die Indersbacher Kirche um 1920
(Slg. Fam. Baierl)

Die Innenausstattung von St. Jakobus 1920 entspricht weitgehend der heutigen
(Slg. Fam. Baierl)

Des Ehepaar Sicheneder lädt 1926 für Josefi zur Doppelnamenstagsfeier mit komischen Vorträgen
(Landauer Bote und Anzeiger vom 14.3.1926)

Saaleröffnung 1926 mit Dachauer Schuhplattlern
(Landauer Bote und Anzeiger vom 2.12.1926)

Der Berghuberhof (ca. 1920?)
(Slg. E. Greiner)

1926 bestellt Indersbach als Ersatz für eine im 1. Weltkrieg abgelieferte eine neue Glocke
(Landauer Bote und Anzeiger vom 5.1.1926)

Waidweber bei Indersbach ca. 1934.
Die Saug-Druckpumpe des gut 12 m tiefen, gegrabenen Brunnens erfordert einen hohen Kraftaufwand,
das Wasserwerk darf nur ca. 8 m über dem Wasserspiegel angebracht sein.
(Slg. P. Haberl)

Gemischtes Gespann: Ochse (vorne) mit Kuh (hinten) Pollnöd ca. 1920
(Slg. P. Haberl)

1926 kam als dritte Glocke eine große 12 Uhr-Glocke auf den Turm,
mit dabei eine Abordnung der FFW Indersbach
(Slg. P. Haberl)

Waldmann Kammerau, fotografiert vom Eichendorfer Fotografen Steindl (um 1925?), das Anwesen existiert nicht mehr
(Slg. L. Lorenz)

Baierlhof Indersbach 1932
(Slg. Fam. M. Rieger)

Gottesdienstordnung der Expositur Indersbach an Pfingsten 1933
(Geisenhausener Zeitung vom 4.6.1933)

Mäheinsatz bei Indersbach 1938
(Slg. Fam. M. Rieger)

Aufstellen der Kornmandl ca. 1936
(Slg. P. Haberl)

Polnischer Zwangsarbeiter in Oberklingenbach (dat. 1943);
beim Abschied flossen dann die Tränen
(Slg. J. Winkler)

Vor dem Kriegerdenkmal des I. Weltkrieges reihen sich die Grabkreuze der Gefallenen des II. Weltkrieges (ca. 1944).
Am 16. Juli 1944 fallen südlich von Thannhausen zehn Fliegerbomben auf freies Feld.
Am 2. Mai 1945 vormittags gegen 9 Uhr nehmen die Amerikaner Indersbach ein.
(Slg. J. Winkler)

Die Einweihungsfeier der Heimkehrerkapelle Pollnöd mit ca. 1000 Teilnehmern im August 1948
(Slg. P. Haberl)

Mähen mit 2 PS in Oberklingenbach 1949
(Slg. G. Kölzer)

St. Jakobus um 1950 mit einem Rindergespann im Vordergrund
(Slg. Fam. Baierl)

Die Einweihung der neuen, 400 und 250 kg schweren Indersbacher Kirchenglocken an Pfingsten 1950.
Die kleine Glocke ist für die Heimkehrerkapelle.
Nur eine kleine, 75 kg schwere, gotische Glocke von 1477 musste im Weltkrieg nicht abgeliefert werden.
(Slg. P. Haberl)

Die Radlereskorte vor einem Brauereifahrzeug des Eichendorfer Baierlbräus
(Slg. E. Greiner)

Die Festmädchen mit der Feuerwehr
(Slg. E. Greiner)

Die Weihe erfolgt durch Pfarrer Kohl
(Slg. J. Winkler)

Die kleine Glocke für die Heimkehrerkapelle, auch von Perner in Passau gegossen, wird auf dem Schubkarren mitgefahren
(Slg. P. Haberl)

Ca. 1948: Ein Vertriebener mit Goaswagerl;
gelegentlich ließ er sich auch selbst ziehen und schmiss auch mal um
(Slg. P. Haberl)

Der erste Schlepper auf dem Hof, ein Fendt (1952)
(Slg. P. Haberl)

Gemäß der Vilstaler Kleiderordnung heirateten bäuerliche Bräute bis in die fünfziger Jahre in schwarz mit weißem Schleier, bürgerliche Bräute in weis;
hier ein Indersbacher Hochzeitspaar 1950
(Slg. M. Jahrstorfer)

Indersbacher Ansichtskarte um 1960 mit dem Kramerladen Eicher
(Slg. J. Winkler)

... und nochmals als Luxusausgabe in Farbe
(Slg. J. Winkler)

Der Binder hat den Oberklingenbacher Weizen gemäht und gebündelt (1960)
(Slg. J. Winkler)

1 Garbe kommt in die Mittel, 8 darum herum und fertig ist ein Schober (Oberklingenbach 1960)
(Slg. J. Winkler)

Dreschwagen der Fa. Esterer Altötting in Oberklingenbach 1960.
Neben der Sackfüllanlage ist rechts das Brett des kleinen Aufzugs
(Slg. J. Winkler)

Etwa 1960 ist die hölzerne Brunnenkonstruktion beim Waidweber durch Metall ersetzt,
die Pumpenstange ist wegen der Tiefe des Brunnens verlängert
(Slg. E. Greiner)

Reparatur der Kirchturmspitze am 15.5.1963
(Slg. Fam. Baierl)

In Klettertechnik bekommt der Kirchturm im Mai 1963 einen neuen Anstrich
(Slg. Fam. Baierl)

Strassenbau bei Indersbach (Pollnöd) mit Hilfe von LKWs der Fa. Westenthanner 1966
(Slg. P. Haberl)

Das Waidmannanwesen unterhalb von Oberklingenbach (hier auf einer Aufnahme um 1960) wurde 1972 abgerissen
(Slg. J. Winkler)

Alte Fotos aus Attenkaisen

Schwarzerhof Attenkaisen (um 1920?)
(Slg. M. Jahrstorfer)

Attenkaisener Bauernhochzeit 1922:
Die Braut in schwarz, mit langem, weißem Schleier,
beide mit der Krotzn, dem Rosmarinzweig, einem Symbol für ewige Liebe.
Am Hochzeitstag hält Rosmarin jegliches Unglück fern.
(Slg. G. Kölzer)

17 Personen leben auf dem Heissenhuberhof in Attenkaisen (um 1930?)
(Slg. M. Jahrstorfer)

Sterbebilder

Joseph Gillmeier, Ökonomssohn, gest. 11.6.1915, im 24. Lebensjahre

Leonh. Eder, Bauer, gest. 26.1.1916, in seinem 58. Lebensjahre

Georg Maier, Gütlerssohn, gest. 19.12.1919, im Alter von 23 Jahren 8 Monaten

Josef Bärr, Bauer, gest. 18.3.1932, im 68. Lebensjahre

Ludw. Niedermaier, Krämer und Oekonom, gest. 9.10.1932, im 41. Lebensjahre

J. Nep. Salzberger, Hopperbauer, gest. 19.6.1934, im 55. Lebensjahre

Johann Maier, Gütlerssohn und Maurer, gest. 5.8.1934, im 42. Lebensjahr

Maria Maier, gräfl. Forstaufsehers-Gattin, gest. 14.11.1945, in ihrem 80. Lebensjahre

Frz. Salzberger, Austrags-Bauer, gest. 12.5.1946, im 77. Lebensjahre


zuletzt geändert am 02.02.2017, 20:02

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