Die Bahnlinie Vilshofen - Aidenbach

Die Bahnstrecke Vilshofen – Aidenbach wurde am 21. November 1898 eröffnet.
Der reine Güterzughalt Taferl diente mit seinen anschließenden umfangreichen Feldbahnanlagen als Umschlagplatz für das anliegende Granitwerk und wurde täglich mit Güterzügen bedient. Die Kosten der Strecke hatten sich innerhalb von weniger als zehn Jahren abbezahlt.
Am 30. Dezember 1987 fuhr der letzte Übergabezug von Aidenbach nach Vilshofen. Am 31. Dezember 1987 wurde die Schließung dieser Nebenbahn vollzogen. 1989 folgte der Gleisabbau.
Heute ist etwa die Hälfte der ehemaligen Trasse als Fuß- und Radweg ausgebaut.

(Ansichtskarte Felle)
Die Bahnlinie Vilshofen - Aidenbach aus der Vogelperspektive

Der Sommerfahrplan 1915 Vilshofen - Aidenbach

Die zahlreichen Mitarbeiter des Bahnhofs Vilshofen 1902 vor einer Dampflokomotive D 11

Stempel der Königlich Bayerischen Bahnpost der Linie Aidenbach - Vilshofen vom 5. Mai 1914

Der Bahnhof Vilshofen 1930
(Slg. K. Bradl)

Der Bahnhof Vilshofen im Sommer 1956 mit Dampflok.
Während auf Gleis 1 ein Bauzug durchfährt sichert der Aufsichtsbeamte die vom Ortenburger Zug kommenden Reisenden
(Slg. K. Bradl)

Die Dampflok 86 261 im Bahnhof Vilshofen 1955
(Slg. K. Bradl)

Die Lokomotive 98 847 im Bahnhof Vilshofen mit Behelfspersonenwagen;
Kloster Schweiklberg im Hintergrund (August 1954).
Einen solchen betriebsfähigen Behelfspersonenwagen gibt es noch im Museum der "Dampfbahn Fränkische Schweiz" (DFS)
(Foto G. Turnwald)

Die Lokomotive 98 848 zieht im November 1954 Behelfspersonenwagen, wie sie im 2. Weltkrieg aus
Güterwagen in einfachster Form gebaut wurden in Richtung Vilshofen; im Hintergrund Schweiklberg
(Foto G. Turnwald)

Die 1885 erbaute Danubia Walzmühle hatte einen eigenen Verladebahnhof.
Mit einer Seilbahn wurden die Mühlenerzeugnisse ans rechte Vilsufer gebracht.
Heute versorgt das E-Werk das Kloster Schweiklberg mit Ökostrom
(Slg. K. Bradl)

Eine typische bayerische Lokalbahnlok der Baureihe GtL 4/4 zieht im Februar 1956
einen preußischen Postpackwagen und Behelfspersonenwägen vilsaufwärts; im Hintergrund Kloster Schweiklberg.
Eine Lokomotive dieser Baureihe ist betriebsfähig erhalten
und verkehrt auf der Strecke ins Freilandmuseum Fladungen in der Rhön.
(Foto G. Turnwald)

Anfang der 1960er dampft dieser Personenzug mit bayerischen Dreiachsern die Vils entlang Richtung Aldersbach
(Foto L. Maier)

Der Bahnbau 1897 im Bereich Taferl.
In Handarbeit werden Trasse und Böschung gebaut
(Slg. K. Bradl)

Vor dem Bahnhof Taferl lag am Vilsufer der Lokschuppen, im Bildhintergrund die Taferlwirtschaft;
sie wurde vor allem von den Granitarbeitern aufgesucht (1994 abgebrochen)
(Stadtarchiv Vilshofen)

Die Bahnlinie wurde wegen der Granitbrüche des Vils-Engtals gebaut, die Unkosten amortisierten sich binnen 10 Jahren.
Die Gleise der Industriebahn aus den Steinbrüchen hatten im Bahnhof Taferl Anschluss an die Lokalbahn Vilshofen - Aidenbach. Schön zu sehen die unterschiedliche Spurbreite
(Stadtarchiv Vilshofen)

Fahrplan des Bedarfsübergabezugs Vi 17 (Höchstgeschwindigkeit 15 km/h) am Haltepunkt Taferl ab 15. Mai 1926

Dampflokomotive am Bahnhof Taferl vor der Schotterquetsche (Steinbeisser)
(Stadtarchiv Vilshofen)

Am 1.2.1908 brach die alte hölzerne Vilsbrücke der Industriebahn unter der Last der Lokomotive ein.
In der vorausgehenden Nacht hatten Eisschollen den Bau beschädigt
(Stadtarchiv Vilshofen)


Der Heizer ertrank, der Lokführer verlor im eiskalten Vilswasser das Bewußtsein, aber er wurde vom Streckengeher gerettet
(Stadtarchiv Vilshofen)

Die Lokomotive wurde geborgen und vermutlich weiter eingesetzt
(Stadtarchiv Vilshofen)

Die Holzbrücke wurde einige Meter weiter flussaufwärts durch eine Stahlbrücke ersetzt
(Stadtarchiv Vilshofen)

Dieses Foto des Kalhamer-Bruchs zeigt den Umfang der Schmalspur-Industriebahnanlagen.
Der Kahlhamer-Bruch lief nach Einstellung des Tagebaus mit Grundwasser voll und wurde zum heutigen Taferlsee
(Stadtarchiv Vilshofen)

Lokomotive der Industriebahn vor dem Kahlhamer Bruch um 1925, im Hintergrund Grafenmühl

Links die Werkhütten des Kahlhamer Bruchs, rechts die Schmiede

Der Bahnhof Mattenham unten links im Hochwasser vom 9.6.1954
(Slg. H. Kehrer)

Durch einen extremen Wolkenbruch am 1.7.1987 wurden die Gleise in Aunkirchen unterspült.
Nach aufwändiger Reparatur Stilllegung der Strecke am 30.12.1987
(Foto L. Maier)

Güterzug mit Diesellok 1969 nahe dem Haltepunkt Schönerting
(H u. L Publikationen, Verl. Wolfgang Bleiweis)

Hier fährt die Dampflok in Aldersbach ein (dat. 1917)
(Slg. H. Späth)

Der Aldersbacher Bahnhof im 2. Weltkrieg
(Slg. Fam. Mayerhofer)


Die Brauerei Aldersbach hatte einen eigenen Kühlwaggon,
sie lieferte damit bis nach Lam
(Slg. Passauer Eisenbahnfreunde)



Triebwagen der BR 795 im Bahnhof Aldersbach 1953.
Der Schaffner stellt gerade noch einen Fahrschein aus.
An der Stelle des alten Bahnhofs wurde das neue Feuerwehrhaus errichtet
(Aufnahme Passauer Eisenbahnfreunde)

Ankunft neuer Stahlbehälter auf 10 Flachladern für die Brauerei im Bahnhof Aldersbach Anfang der 60er Jahre.
So große Dampfloks, hier die 86 261, verkehrten normalerweise nicht auf dieser Strecke
(Foto L. Maier)

Ein Zuckerrübentransport vor der Aldersbacher Kirche St. Ottmar 1969
(H&L Publikationen, Verl. Wolfgang Bleiweis)

Rübenzug im Bahnhof Aldersbach 1969
(H&L Publikationen, Verl. Wolfgang Bleiweis)

Ein Güterzug durchfährt 1969 den Bahnhof Aldersbach
(Foto F. Jäger)

Im Mai 1984 fährt eine Diesellokomotive V 60 mit Güterwägen durch Aldersbach
(Foto S. Bufe)

Der Bahnhof Aidenbach mit dem letzten Bahnhofsvorsteher Anton Sigl am 16.4.1969
(Foto L. Maier)

Aufrisszeichnung des Aidenbacher Bahnhofsgebäudes mit unter dem Dach gelegenem Wassertank zum Befüllen der Dampflokomotiven

Die Diesellok 260 175-5 rangiert 1969 beim Lokschuppen im Bahnhof Aidenbach
(Foto F. Jäger)

Güterzug in Aidenbach am 9.8.1969
(Foto F. Jäger)

Zuckerrübentransport bei Aidenbach 1969.
Die Verlagerung der Rübentransporte auf die Straße brachte das Ende der Bahnlinie Vilshofen - Aidenbach
(H&L Publikationen, Verl. Wolfgang Bleiweis)

Fahrplan des Jubiläumszuges zum 85-jährigen Bestehen der Bahnlinie Vilshofen - Aidenbach am 27.5.1983
(Slg. Fam. Mayerhofer)

Der abgebildete Reisezug dürfte der allerletzte auf der Strecke Vilshofen - Aidenbach gewesen sein. 
Es ist ein Sonderzug der Passauer Eisenbahnfreunde im Mai 1985
(Aufnahme Passauer Eisenbahnfreunde)

Der letzte Übergabezug am 30.12.1987
(Foto L. Maier)

Anfang 1988 folgte der Rückbau der Strecke mit Abtransport der Schienen durch die Diesellok 211 279-5
(H u. L Publikationen, Verl. Wolfgang Bleiweis)

Abbruch der alten Eisenbahnbrücke über den Aldersbach im Sommer 1993;
im Hintergrund St. Othmar, Aldersbach
(H u. L Publikationen, Verl. Wolfgang Bleiweis)

Am 15.6.1988 verblieben von der Strecke gerade noch 620 m bei Vilshofen
(H u. L Publikationen, Verl. Wolfgang Bleiweis)

1926 schien die Verlängerung zur Vilstalbahn von Aidenbach nach Vilsbiburg sicher;
der Plan wurde dann aber doch nicht verwirklicht
(Landauer Bote und Anzeiger vom 8.1.1926)


zuletzt geändert am 09.04.2016, 16:24

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