Lichtenhaag: Interessantes Ensemble mit spätmittelalterlichem Schloss, barocker Wieskapelle, tibetischem Stupa und moderner Kirche; dazu historische Bilder

Schloß Lichtenhaag ist eine spätmittelalterliche Vierflügelanlage um einen kleinen Innenhof mit stattlichem Wohnbau, der nördliche Flügel ist mit einem Treppengiebel verziert.
Ein Ausbau erfolgte im 17./18. Jahrhundert. Das Einfahrtsportal und der  Kuppelturm sind barock
Schloss Lichtenhaag 48.492826,12.371343 - Google Maps
(Luftbild www.leidorf.de)

Eingang zum Schloss Lichtenhaag im Herbst.
Um 1305 verlegten die Ritter von Leberskirchen wegen der zunehmenden Bedeutung des Weinweges im Tal der Kleinen Vils ihren Sitz auf diesen Bergsporn vor dem Zusammenfluss mit der großen Vils.

Die Leberskircher starben 1521 aus.
1762 erwarb Graf v. Seyboldsdorf Lichtenhaag und Leberskirchen.
(Aufn. F. Lingott)

Die 1959/60 neu erbaute Lichtenhaager Kirche Zum Hl. Bruder Klaus.
Der im 15. Jahrhundert errichtete Turm des Vorgängerbaus wurde erhalten
(Aufn. F. Lingott)

Die Altarfront der neuen Kirche
(Aufn. F. Lingott)

Die 1687 im Barockstil erbaute St. Florian-Wieskapelle im Herbst.
Bei schönem Wetter findet hier unter freiem Himmel die jährliche Florianifeier statt

Der barocke Altar der Wieskapelle, darüber Reste alter Fresken
(Foto B. Becker)

Das ehemalige Mesnerhaus, ein zweigeschoßiges Wohnstallhaus in Blockbauweise
(Ende des 18. Jahrhundertert/Anfang 19. Jahrhundert),
bildet zusammen mit der Wieskapelle eine zusammengehörige Baugruppe
(Foto B. Becker)

Der einzige buddhistische Stupa Niederbayerns steht in einem Obstgarten, wenige Meter von der Wieskapelle entfernt (hier 2011).
Der quadratische Unterbau ist ein Bild der Erde, die Treppen zeigen die Bewußtseinsebenen, der gewölbte Mittelteil symbolisiert das Element Wasser, die konischen 13 Ringe verweisen auf die Erleuchtungsstufen, das Schirmchen ist dem Element Luft zugeordnet, das Kopfjuwel mit Sonne und Mond steht für höchste Erkenntnis
(Foto B. Becker)

Die Einweihung erfolgte am 7.5.1995 durch den Schweizer Abt Geshela Gendün Sangpo in Anwesenheit mehrerer hoher Lamas
Erbauer ist der Gründer der Tibethilfe Deutschland
(Slg. B. Becker)

Lichtenhaag in alten Bildern:

Weningstich des Schlosses Liechtenhag um 1700.
Siedlungsfunde in der Nähe reichen zurück bis in die Mittelsteinzeit um 4900 v. Chr.
(Mit Genehmigung des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation)

Kartenausschnitt aus dem Ortsblatt Lichtenhaag von 1812
( Bayerische Landesbibliothek, Ortsblatt Lichtenhaag )

Rundbild des Schlosses Lichtenhaag (um 1900?);
ein solches Aufnahmeformat hatte z. B. die 1888 präsentierte Serien-Kodak-Kamera Nr. 1,
welche mit Fixfocusobjektiv und einem Rollfilm für 200 Aufnahmen (Bilder mit 6,5 cm Durchmesser) arbeitete.
(Slg. F. Lingott)

Lichtenhaag mit Schloss, Windrad, Brücke über die Kleine Vils, sowie Bäckerei und Handlung Heilmeier (1919).
Um das Schloss herum waren früher die Häuser der Handwerker konzentiert.
(Slg. H. Späth)

Eine fast identische, nicht kolorierte Karte Lichtenhaags mit Handlung Heilmeier, dat. vom 5.2.1926
(Slg. Hauner und Gruß)

Lichtenhaag mit Schloss und Windrad (um 1930?)
(Slg. F. Lingott)

Ergebnis der Obstbaumzählung in Lichtenhaag 1933
(Geisenhausener Zeitung vom 16.3.1933)

Lichtenhaag, jetzt ohne Windrad (ca. 1940?)
(Slg. F. Lingott)

Schloss Lichtenhaag, eine Vierflügelanlage um einen kleinen Innenhof, westlich stattlicher Wohnbau,
 der nördliche Flügel mit Treppengiebel;
eine spätmittelalterliche Anlage, ausgebaut im 17./18. Jhd., barockes Einfahrtsportal und barocker Kuppelturm (Aufnahme ca. 1950)
(Slg. H. Späth)

Gastwirtschaft und Edeka-Kramerladen Oberndorfer ca. 1950
(Slg. H. Späth)

Die alte Nikolauskirche 1926 vor der Erweiterung
(Slg. F. Lingott)

Der Innenraum 1950
(Slg. F. Lingott)

Das Kirche vor dem Abriss für den Neubau 1958
(Slg. F. Lingott)

Lichtenhaag und altes Lechnerhaus (vor 1959)
(Slg. F. Lingott)

Luftbild Lichtenhaag mit der alten Kirche (vor 1959)
1959/1960 wurde die neue Kirche St. Nikolaus errichtet, anstelle der alten, in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts erbauten
(Slg. H. Späth)

Lichtenhaag mit der neuen Kirche St. Nikolaus von Flüe und dem alten, zweiten Turm aus dem 15. Jhd.
(Aufnahme nach 1960)
(Slg. H. Späth)

Lichtenhaager Schloss (um 1960?)
(Aufn. F. Lingott)

Altar der 1687 erbauten Wieskapelle (Aufn. ca. 1960?)
(Slg. F. Lingott)


zuletzt geändert am 03.05.2015, 18:31

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