Die Stadt Vilsbiburg

140 historische Fotografien und Dokumente Vilsbiburgs
  Film der Stadterhebungsfeier von 1929
Die
Vilsbiburger Stadtpfarrkirche

Die Zufahrt durch das Stadttor.
Im Raum über der Tordurchfahrt vollzog der Markt Vilsbiburg im Rahmen der Niederen Gerichtsbarkeit Strafen für  Beleidigungen, ehrenrühriges Verspotten, Raufereien, Verstöße gegen die Feuersicherheit und Alkohol-Exzesse. Eine  Kontroll-Kommission fand unhaltbare Zustände vor: Keine Vorhänge-Schlösse, die Delinquenten erhielten regen Besuch von Freunden, um mit ihnen "zu fressen, zu saufen und zu spielen mithin aus solcher Gefängnisstrafe nur Gespött zu treiben".

Der Stadtplatz mit Schweifgiebelhäusern

Vilsbiburg 48.449472,12.354419 - Google Maps
Das erhaltene Stadttor; links davon das Heimatmuseum.
In der Turmstube versah der Turmwächter sein verantwortungsvolles Amt.
Jede Viertelstunde hatte der Türmer bei Nacht Ausschau nach allen Richtungen zu halten, um etwaige Brände mittels der Feuerglocke, in späteren Zeiten durch die Sirene zu melden.
Die letzte Wächterin trat ihren Dienst im Jahr 1943 an und betätigte 1960 ein letztes Mal auf dem nächtlichen Rundgang die Stechuhr. Ihr Mann war für das Aufziehen der Turmuhr verantwortlich.
(Luftbilder www.leidorf.de)   

Der historische Stadtplatz
(Luftbild www.leidorf.de)

Der festlich dekorierte Stadtplatz im Advent
(Aufnahme J. Aigner)

Der Dionysibrunnen am Stadtplatz.
Dionysius wurde 250 Bischof von Paris.
Vom römischen Gouverneur zum Tod durch Enthauptung verurteilt, habe er auf dem Richtplatz am Montmartre sein abgeschlagenes Haupt genommen, es in einer nahegelegenen Quelle gewaschen
 und sei mit dem Kopf in den Händen sechs Kilometer bis zu der Stelle gegangen, wo er begraben werden wollte.
An diesem Platz wurde später die Basilika Saint-Denis (St. Dionysius), eine Grablege französischer Könige erbaut.
Sein Gedenktag ist der 9. Oktober.

Ein Augenschmaus sind die renovierten Giebelfronten am Stadtplatz.
Hier das ehemalige Rathaus (zuletzt bis 1969) mit dem Vilsbiburger Wappen im Giebel.
Eine repräsentative Fassade erhielt das Haus 1727, erneuert wurde sie 1900.

Das ehemalige Rentamt, 1898 palaisartig in neubarockem Stil errichtet.
Hier residierte bis 1974 das Finanzamt.

Das schön restaurierte Giebelwappen

Etwas weiter Richtung Stadttor die schön stuckierte Fassade das ehemaligen Gasthauses zur Post (bis 1919).
Der ehemalige Postsaal wurde dann ein Festspielhaus ("Liebfrauenfestspiele").
Die Darstellungen von Gerste, Hopfen und der Brauereiutensilien erinnern an den früheren Bierkonsum in diesem Haus

Dazu passend Bachus, der Gott des Weines

Gegenüber der märchenhafte Goldesel am Lotto-Toto-Geschäft

In diesem Haus wohnte und arbeitete früher ein Metzger

Im Giebelfeld darüber besiegt der Hl. Georg das Böse

Diese neubarock stuckierte Fassade stammt aus den Jahren 1896/97

Schön renovierter Vormarkt

Kunstvolle Giebelfiguren, diese in der Oberen Stadt, lenken den Blick nach oben,

Vilsbiburg neues Rathaus 48.448422,12.355697 - Google Maps
Das neue Rathaus spiegelt sich in der Vils
(Aufnahme J. Aigner)

Das Vilsbiburger Heimatmuseum mit 1000 qm Ausstellungsfläche liegt gleich neben dem Stadttor
im ehemaligen Heilig Geist-Spital (gegründet 1476):

Es beherbergt die größte Ausstellung Krönínger Hafnerware
und zeigt historische Dokumente zum Herstellungsprozess.
(Aufnahme P. Barteit)

Sehenswert ist insbesondere auch die umfangreichen Secco-Malerei aus dem 15. Jhdt.
die 15 Zeichen vor dem Jüngsten Gericht (freigelegt 2001)
in der Spitalkirche mit dem Ambiente der Landshuter Spätgotik
(Aufnahme J. Aigner)

Pfarrkirche Vilsbiburg 48.451976,12.356244 - Google Maps
Die gotische Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt entspricht im Stil der Landshuter St. Martinskirche.
Die Umwandlung des gotischen Spitzhelms zur heutigen Zwiebelkuppel der Pfarrkirche dürfte um 1625/30 erfolgt sein.
Daneben der barocke Pfarrhof
(Luftbilder www.leidorf.de)

Die goldenen Lettern der Grabsteine, links das Familiengrab der Lebzelterfamilie Lechner,
leuchten in der untergehenden Wintersonne

Der benachbarte kath. Pfarrhof ist ein Barockbau mit hohem Schweifgiebel von 1718/20.
Eine Marmortafel hält die Geschichte des Gebäudes fest

Vilsbiburg Wallfahrtskirche Maria Hilf 48.444081,12.362529 - Google Maps 
Die Wallfahrten zu Maria Hilf gehen auf den Schlotfeger Donatus Barnabas Orelli 1686 zurück.
Das Kapuzinerhospiz wurde 1802 aufgehoben,
1846 kamen dafür Redemptoristen, 1886 wieder Kapuziner.
(Aufnahme J. Aigner)

Eine neuromanische Basilika (Zeit des Historismus), erbaut in mehreren Abschnitten von 1832 - 1898
(Aufnahme Aigner)

Auf Knopfdruck gibt es in Maria Hilf auch heute noch einen elektrischen Segen des Jesuskindes.
Glasgemälde der Franz Mayerschen Hofkunstanstalt in München im Krippengang zeigen die Entstehung der Wallfahrt.

Luise von Marillac 48.445565,12.360101 - Google Maps 
Luise von Marillac wurde 1591 außerehelich in Paris geboren.
Nach dem Tode ihres Mannes 1625 lernte sie Vinzenz von Paul kennen und gründete 1633
den heute weltweit größten Orden, die Vinzentinerinnen.
Hier ihr Denkmal vor dem Vilsbiburger Krankenhaus

Stellungnahme von Papst Johannes XXIII zur Hl. Witwe Luise von Marillac (1960)

Vilsbiburg Kriegerdenkmal 1 48.449372,12.364015 - Google Maps
Die ältesten Kriegerdenkmale Vilsbiburgs im Herbst.
Das Kreuz mit Gedenktafel im Vordergrund gedenkt der Toten beider Seiten in den napoleonischen Kriegen.
Hier liegen, durch Funde belegt, Soldaten beider Seiten;
Freund und Feind hat hier der Tod vereint

Das Kriegerdenkmal von 1874 ist in neugotischem Stil erbaut

Oben am Kriegerdenkmal das 1514 bis 1955 gültige Biberwappen.
Am 18.2.1955 wurde das alte Stadtwappen von 1240 mit weiß-blauem Rautenschild der Grafen von Bogen und dem im Laufe der Geschichte an die Wittelsbacher vererbten roten Panther erneut verliehen.

Das Kriegerdenkmal erinnert an die Opfer des Krieges 1866 gegen Preußen und des Krieges von 1870/71.

Von dort Richtung Frauensattling leuchtet die Einfahrt zur Zollnerallee in der Herbstsonne;
ihr östlicher Anteil steht unter Naturschutz

An der Freyung steht das Kriegerdenkmal für die Toten des II. Weltkrieges, überragt von der Mariensäule

Anfang des 20. Jh.s wurden hier unter großer Anteilnahme der Bevölkerung Bäume zum Andenken an Prinzregent Luitpold gepflanzt

Blick über Vilsbiburg mit Bergkirche.
Hinten rechts der Watzmann, das zentrale Bergmassiv der Berchtesgadener Alpen im Nationalpark Berchtesgaden
(Aufnahme J. Aigner)

Ein weiterer guter Aussichtspunkt auf die Alpen ist in Seyboldsdorf, die Hochstraße bei der Kirche 500 m nach Westen bis zu einem Feldkreuz. 
Von hier sieht man bei Föhn die 90 km entfernten Chiemgauer Berge mit der Kampenwand.

Blick aus dem Flugzeug über Vilsbiburg bis zu den Alpen;
ganz rechts noch angeschnitten der Watzmann
(Luftbild www.leidorf.de)

Nachtaufnahme von Baumgarten Richtung Vilsbiburg
(Aufnahme H. Blum)

140 historische Fotografien und Dokumente Vilsbiburgs
  Film der Stadterhebungsfeier von 1929
Die
Vilsbiburger Stadtpfarrkirche


zuletzt geändert am 23.04.2017, 23:21

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