Landwirtschaft damals
Noch überwiegend hölzerner Pflug von vor 1900
(Niedermaier, Adldorf)
Sieben Drischldrescher 1913 in Arndorf bei Kirchberg an der Kleinen Vils
(Kirchberg, Geschichte und Geschichten einer Gemeinde im Erdinger Holzland, 2007, S. 68)
Die schwere Dreschmaschine, genannt Dreschwagen, musste auch in ebenem Gelände vierspännig gefahren werden.
Hier waren 1940 drei Mann Begleitung für das gemischte Gespann auf den schlechten Wegen notwendig.
Die Ochsen gehen immer auf der Wojaseite (links), die Pferde laufen auf der Handseite mit (rechts).
(Raum Frontenhausen)
(Slg. H. Mirtes)
Der 88-jährige Stömmerbauer erzählt vom Dampfdreschen:
Dampfdreschen (21 Personen) auf dem noch strohgedeckten Obermeierhof (jetzt Schönhofer) in Rannersdorf 1900.
Der Maschinist ganz links im Bild betätigt für das Foto gerade die Dampfpfeife.
Weitl in Marklkofen sucht für Lichtmess (2. Februar) einen Oekonomie-Baumeister und einen Knecht.
(Isar-Zeitung vom 16.10.1921)
Leichte Holzegge; für den Transport wird sie umgedreht und auf den Kufen geschleift.
(Niedermaier, Adldorf)
Abtrager Raum Oberhausen. Die Säcke für das Lagerhaus wogen jeweils 100 Kilogramm.
(Slg. J. Straßenberger)
Weitl aus Marklkofen bietet Kohlen zum Betrieb der Dampfmaschinen.
(Isar-Zeitung vom 10.8.1921)
Vor der Mühle Prunn (1928)
(Slg. A. Gierl)
Seil des Wurstbaumes gerissen: schwerer Unfall in Wochenweis
(Landauer Bote und Anzeiger vom 5.9.1914)
Brautführer mit zwei "Kranzljungfrauen" (Brautjungfern) einer Bauernhochzeit in Enzerweis um 1912.
Die "Nohderin", die Näherin der Braut, heftete jedem Hochzeitsgast die damals üblichen "Krotzen" an,
einen langen Rosmarinzweig. Rosmarin stand als "Ewigkeitskraut" für ewige Liebe.
(Slg. H. Riederer)
Bullenschau 1910 in Velden
(Slg. Heimatverein Velden)
Der Kammerwagen mit der Hochzeitsausstattung der Frau ist abfahrbereit
(1925 bei Unterhausenthal, Gde. Aham).
(Slg. A. Jahn)
Lebensfreude pur mit Zither, Trichtergrammophon und Bier
(Maurerhof in Schwaibing, Gde. Aham, ca. 1926)
(Slg. A. Jahn)
1928 heiratet der Aldersbacher Landwirt August Müller seine Frau Rosina aus Aham bei Pfarrkirchen.
Er holt sie mit dem Motorrad ab (Bildmitte). Das Hochzeitsgut kommt auf drei Kammatwagen.
Diese Aufnahme entsteht bei einem Zwischenstopp vor dem Gasthaus Mayerhofer in Aldersbach.
(Slg. P. Mayerhofer)
Ausfahrt mit der Kutsche, Raum Frontenhausen.
Beim Einspannen wurden die Zugtiere zuerst vorne an der Deichsel festgemacht,
dann wurden die Stränge an den Waagscheitln eingehängt.
(Slg. H. Mirtes)
Kiesentnahme in den Vilswiesen bei Niederhausen um 1930
(Slg. X. Schütt)
Bauernhof bei Indersbach ca. 1934.
Die Saug-Druckpumpe des zwölf Meter tiefen, gegrabenen, von oben nach unten gemauerten Brunnens erfordert einen hohen Kraftaufwand,
das Wasserwerk darf nur ca. acht Meter über dem Wasserspiegel angebracht sein.
(Slg. P. Haberl)
Bauernhof 1934, Raum Frontenhausen;
Pferde sind auch eine Prestigesache.
(Slg. H. Mirtes)
Herr Sollinger wirbt für seine Deckhengste.
(Geisenhausener Zeitung vom 8.3.1933)
Pflügender Bauer 1955 bei Velden:
Die Pferde wurden an der Stalltüre geschirrt.
(Veldener Heimatbuch)
Kleinere Betriebe hatten als Zugtiere Rinder, Raum Frontenhausen.
Rinder bekamen das Stirnjoch schon im Stall.
(Slg. H. Mirtes)
Mistwagen Kröhstorf ca. 1938. Für die Heuernte brauchte man einen zusätzlichen Heuwagen.
Hierzu wurde der Mistwagen aufgeleitert. Man brauchte hierfür eine Langwied, zwei Heuleitern und die Kipfstöcke mussten ausgetauscht werden.
(Slg. M. Wieland)
Rinder als Arbeitstiere bei der Feldarbeit, Raum Frontenhausen
(Slg. H. Mirtes)
Rübenverziehen um 1950 in Rohrbach
(Slg. E. Sicheneder)
Sensenmäher Nähe Adldorf ca. 1935.
Gemäht wurde am liebsten morgens, wenn der Tau dem Gras mehr Halt gab.
Zudem war die Arbeit in der Mittagshitze unangenehmer.
(Slg. Ch. Jahrstorfer)
Vilsbiburger Zeitungswerbung von 1894 für neue Wetzsteine (Fuchsschwänzl)
(Vilsbiburger Anzeiger vom 19.5.1894)
Gemischtes Gespann mit Ochs und Pferd in Niederhausen um 1935.
Der Pflug ist bis auf die Pflugschar aus Holz.
Ochsen wurden zum Schlachten gemästet,
sie waren deshalb jeweils nur für ein Jahr als Zugtier einsetzbar
und mussten immer wieder neu abgerichtet werden.
(Slg. X. Schütt)
Um 1933 beginnt der Siegeszug der Mähmaschinen.
(Geisenhausener Zeitung vom 18.1.1933)
Hier ist eine solche Mähmaschine mit zwei PS 1934 bei Adldorf im Einsatz.
Das linke Pferd ist das Leitross, das Woaraross am Leitseil, dem Woara.
Das rechte Pferd, das Handross, läuft mit.
(Geisenhausener Zeitung vom 9.6.1933)
Heuaufladen bei Eichendorf um 1930.
Rechts hängt der Wiesbaum mit einer Einkerbung am vorderen Ende.
Der Aufgeber legt den Heubausch der Fasserin vor die Füße.
Hinter dem Aufgeber recht ein Kind das liegengebliebene Heu zusammen.
(Slg. L. Kriegl)
Tödlicher Brandunfall bei der Heuernte 1914 in den Vilswiesen nahe Eichendorf
(Landauer Bote und Anzeiger vom 5.9.1914)
Heuernte 1940 bei Adldorf – alle helfen mit.
Ein gutes Pferd reagiert auf Zuruf:
Brr heißt halt, hott rechts, wüsta ha links (kommt vermutlich vom lateinischen sinistra)
(Slg. Ch. Jahrstorfer)
Moser in Velden bietet 1932 Sensen, Wetzsteine, Hämmer und Gabeln an.
Wer weiß, was eine Blanke Eule, eine Rote Hamme oder eine Hahnenkopfsense ist?
(Veldener Zeitung vom 26.5.1932)
Pferderechen in Wannersdorf (1940 frgl.)
(Slg. Ch. Jahrstorfer)
Abendliche Heimkehr in Rengersdorf 1935, barfuß oder in Holzschuhen
(Slg. L. Kriegl)
Binden der Getreidegarben mit Erntehelfern ca. 1936 bei Kröhstorf;
zum Aufheben der gemähten Halme vom Boden haben die Arbeiter den Klaubauf dabei.
(Slg. M. Wieland)
Die Kornmandl sind aufgestellt, Nähe Indersbach (ca. 1936).
(Slg. P. Haberl)
Auflegen der Getreidegarben per Hand im Raum Frontenhausen:
Lästig waren die Brem, die trotz des stinkenden Bremsöls die Pferde unruhig machten; sie stapften mit den Hufen und schlugen mit dem Schweif.
(Slg. H. Mirtes)
Auflegen der Garben 1935 in Rengersdorf. Ein Bub, der Vorfahrer, muss auf die Pferde aufpassen, hier darf er dabei auf dem Wojaross reiten.
Wenn der Aufgeber das Zeichen zum Weiterfahren gab, musste der Vorfahrer laut rufen: "aufgschaut wia",
damit die Fasserin sich festhalten konnte.
(Slg. L. Kriegl)
Brotzeit bei der Kornmahd 1941 nahe Poxau.
Es gibt weißen Rettich, Wurst, Brot, Dünnbier (Scheps) aus Maßflaschen.
Der Bauer trägt weißes Hemd, dunkle Hose, genagelte Schuhe und den Werktagshut.
Die Frauen mit weißem Kopftuch.
(Slg. H. Mirtes)
Pflügen mit den Schleppern in Wannersdorf (1940 frgl.)
(Slg. Ch. Jahrstorfer)
Landmaschinen Wimberger Frontenhausen wirbt 1933 für McCORMICK Kuhmäher.
(Geisenhausener Zeitung vom 1.1.1933)
Kleinbauern, wie hier bei der Heuernte in Niederhausen um 1935,
mussten ohne Knecht und mit einem Rindergespann zurechtkommen.
Wenn das Fuder schön gerade geraten war, hatte sich die Fasserin ein Lob verdient.
Das Brotzeitholen war meist Aufgabe der Kinder.
(Slg. X. Schütt)
Beim Heuaufladen in Wannersdorf um 1940
(Slg. Ch. Jahrstorfer)
16 Personen machen hier Brotzeit bei der Ernte (11 davon auf dem Bildausschnitt) mit halben Laiben Brot und Getränk aus dem irdenen Krug (1943 bei Wannersdorf).
(Slg. Ch. Jahrstorfer)
Binder im Einsatz in Wannersdorf 1943
(Slg. Ch. Jahrstorfer)
Abladen des Ochsengespanns im Winter 1932/33 (Klosterhof Schweiklberg)
Kartoffelernte 1932 bei Kröhstorf
(Slg. M. Wieland)
Distelstechen 1950 in Prunn
(Slg. Fam. Loibl)
Kartoffelnklauben in Rohrbach um 1950
(Slg. E. Sicheneder)
Bauen eines Maissilos aus Strohballen in Rohrbach (ca. 1950)
(Slg. E. Sicheneder)
Grubbern mit dem Pferdegespann 1961 bei Eichendorf
(Foto. L. Kriegl)
Ausheben eines Löschweihers für das Kloster Schweiklberg (28.2.1931)
Abtransport des Aushubs mit einer pferdegezogenen Lore (28.2.1931)
Waldarbeit mit der Axt (Landwirtschaftsschule Schweiklberg 1932)
Arbeiten mit der Zweimann-Zugsäge (Landwirtschaftsschule Schweiklberg 1932)
Arbeit an der Kreissäge (Landwirtschaftsschule Schweiklberg 1932)
Zeidln (melken), Raum Frontenhausen
(Slg. H. Mirtes)
Milchtransport zur Adldorfer Molkerei (1941)
(Slg. M. Allinger)
Haid um 1950
(Slg. J. Goldbrunner)
Haid um 1950
(Slg. J. Goldbrunner)
Schweinezucht mit Bezugsperson, Raum Frontenhausen
(Slg. H. Mirtes)
Schweinezucht Pollnöd, ca. 1968
(Slg. P. Haberl)
Füttern der Hühner Nähe Indersbach, ca. 1961
(Slg. P. Haberl)
Lebendrupf von Gänsen in Rohrbach Anfang der 1950er.
Kopf und Hals werden zwischen die Oberschenkel geklemmt und die Federn nach hinten ausgezupft.
(Slg. E. Sicheneder)
Kaninchenzucht Nähe Indersbach ca. 1961
(Slg. P. Haberl)
Es gibt auch eine Zeit vor dem Bobbycar, Raum Eichendorf, ca. 1921
(Slg. P. Haberl)
Der Kinderschlitten wird von einem Esel gezogen,
Frontenhausen, ca. 1940.
(Slg. H. Mirtes)
Die Erwachsenen veranstalten Schlittenrennen
oder Schlittagen in die Nachbarorte.
So fuhren 1906 200 Marasdorfer auf 63 Schlitten nach Frontenhausen
(bei Frontenhausen am 2.7.1906).
(Slg. H. Mirtes)
Jäger (mit Büchse) und Treiber (mit Stöcken) bei Adldorf ca. 1960
(Slg. Ch. Jahrstorfer)
Strecke einer Hasenjagd, Raum Frontenhausen
(Slg. H. Mirtes)
Nach dem Zweiten Weltkrieg treten Traktoren ihren Siegeszug an, hier 1952 ein neuer Fendt, Raum Eichendorf.
(Slg. P. Haberl)
Voll beladenes Gespann vor der Heimfahrt, Raum Eichendorf, ca. 1953
(Slg. P. Haberl)
Gartenhausidylle bei Indersbach (ca. 1932)
(Slg. P. Haberl)
zuletzt geändert am 25.12.2024, 18:59
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